Was tun bei geschwollener Bartholin-Drüse? Bartholin Drüse ist geschwollen.

Was tun bei geschwollener Bartholin-Drüse? Die Bartholin-Drüsen sind kleine Drüsen, die sich auf beiden Seiten der äußeren Vaginalöffnung befinden. Sie produzieren Schleim, der die Vagina feucht hält. Wenn eine der Bartholin-Drüsen verstopft oder entzündet ist, kann es zu einer schmerzhaften Schwellung kommen, die als Bartholinitis bezeichnet wird. In diesem Artikel werden wir uns mit den Ursachen, Symptomen und verschiedenen Behandlungsoptionen für eine geschwollene Bartholin-Drüse befassen.

Ursachen der Bartholinitis:

Die Bartholinitis kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Eine der häufigsten Ursachen ist eine Infektion, normalerweise durch Bakterien wie Escherichia coli (E. coli) oder verschiedene Arten von Bakterien, die sexuell übertragbare Infektionen (STIs) verursachen können. Eine verstopfte Drüse kann auch zu einer geschwollenen Bartholin-Drüse führen. Hier sind einige mögliche Ursachen im Detail:

  1. Infektionen: Bakterielle Infektionen sind die häufigste Ursache für eine geschwollene Bartholin-Drüse. Diese Infektionen können durch Verletzungen, Reizungen oder sexuelle Aktivitäten begünstigt werden.
  2. Verstopfung der Drüse: Wenn der Ausgang der Bartholin-Drüse blockiert ist, kann sich die Flüssigkeit in der Drüse ansammeln, was zu einer Schwellung führt. Dies kann durch Verletzungen, Druck oder andere unbekannte Faktoren verursacht werden.
  3. Sexuell übertragbare Infektionen (STIs): Bestimmte STIs wie Gonorrhö oder Chlamydien können ebenfalls zu einer Bartholinitis führen.

Symptome der Bartholinitis:

Die Symptome einer geschwollenen Bartholin-Drüse können variieren, abhängig von der Ursache und der Schwere der Entzündung. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  1. Schwellung und Schmerzen: Die betroffene Seite der Vagina kann anschwellen und schmerzhaft werden. Die Schwellung kann sich schnell entwickeln und zu erheblichen Beschwerden führen.
  2. Rötung und Überwärmung: Die Haut über der geschwollenen Drüse kann gerötet sein und sich warm anfühlen.
  3. Abszessbildung: In einigen Fällen kann sich die Bartholin-Drüse mit Eiter füllen und einen Abszess bilden. Dies kann zu zusätzlichen Schmerzen und Unannehmlichkeiten führen.
  4. Schwierigkeiten beim Gehen oder Sitzen: Aufgrund der Schwellung und Schmerzen kann es schwierig sein, normale Aktivitäten wie Gehen oder Sitzen durchzuführen.

Behandlungsmöglichkeiten:

Die Behandlung einer geschwollenen Bartholin-Drüse hängt von der Ursache und der Schwere der Symptome ab. Hier sind einige gängige Behandlungsoptionen:

  1. Sitzbäder: Warme Sitzbäder können helfen, die Schwellung zu lindern und die Drüse zu entlasten. Das Sitzen in einer mit warmem Wasser gefüllten Badewanne für 15-20 Minuten mehrmals täglich kann die Beschwerden reduzieren.
  2. Antibiotika: Wenn die Ursache der Bartholinitis eine bakterielle Infektion ist, kann der Arzt Antibiotika verschreiben, um die Infektion zu bekämpfen.
  3. Abszessdrainage: Wenn sich ein Abszess gebildet hat, kann der Arzt diesen ablassen, um den Druck zu lindern und die Heilung zu fördern.
  4. Marsupialisation: In schweren Fällen, in denen wiederholt Abszesse auftreten, kann der Arzt eine Operation namens Marsupialisation durchführen. Dabei wird ein kleiner Einschnitt gemacht, um die Bartholin-Drüse zu öffnen und zu entlasten.
  5. Selbstpflege: Tragen Sie lockere Kleidung und vermeiden Sie reizende Substanzen wie Parfüms oder starke Seifen. Dies kann dazu beitragen, weitere Reizungen zu verhindern.
  6. Geschlechtsverkehr vermeiden: Während der Behandlung sollte auf sexuelle Aktivitäten verzichtet werden, um die betroffene Region nicht weiter zu reizen und die Heilung zu unterstützen.

Es ist wichtig zu beachten, dass Selbstmedikation vermieden werden sollte. Wenn Sie Anzeichen einer Bartholinitis bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die genaue Ursache zu bestimmen und die angemessene Behandlung zu erhalten.

Vorbeugende Maßnahmen:

Es gibt einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko einer geschwollenen Bartholin-Drüse zu minimieren:

  1. Gute Intimhygiene: Achten Sie auf eine regelmäßige und sanfte Intimhygiene, um Reizungen zu vermeiden.
  2. Verwendung von Kondomen: Der Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen durch die Verwendung von Kondomen kann das Risiko einer Bartholinitis reduzieren.
  3. Tragen von atmungsaktiver Kleidung: Vermeiden Sie enge Kleidung, insbesondere im Genitalbereich, und wählen Sie stattdessen atmungsaktive Stoffe, um Reibung und Schweißbildung zu minimieren.
  4. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie ausreichend Wasser, um eine gute Hydratation zu gewährleisten, was zur allgemeinen Gesundheit des Gewebes beitragen kann.

Insgesamt ist es wichtig, auf die Signale Ihres Körpers zu achten und bei Verdacht auf eine geschwollene Bartholin-Drüse sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Frühzeitige Diagnose und angemessene Behandlung können Komplikationen verhindern und die Genesung beschleunigen.

Was tun bei geschwollener Bartholin-Drüse?

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